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Bewerbung

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Zusammenfassung

Für jede freie Stelle auf dem deutschen Arbeitsmarkt müssen sich ukrainischen Geflüchtete bewerben. Als Volunteer können Sie dabei helfen, dass auch Ukrainer*innen mit geringen Deutschkenntnissen gute Bewerbungsunterlagen einreicht und bei der Selbstpräsentation sein Bestes gibt. Die hier aufgelisteten Informationen rund um Lebenslauf, Anschreiben, Profile in den sozialen Netzwerken und öffentlich nutzbare Computer sind dafür von Nutzen.

Inhalt

Ukrainer und Ukrainerinnen müssen sich regulär auf den deutschen Arbeitsmarkt um Stellen bewerben. So sind sie einer großen Konkurrenz ausgesetzt. Umso wichtiger sind vollständige und gut aufbereitete Bewerbungsunterlagen. Im Folgenden beschreiben wir genauer was hierfür zu beachten ist.

Anschreiben

Das Anschreiben bildet - gemeinsam mit dem Lebenslauf - die zentralen Bestandteile einer Bewerbung und liegt dabei immer oben auf. Im Anschreiben sollte sich Bewerber*innen vorstellen, seine Motivation für die Stelle darlegen und relevante Arbeitserfahrungen thematisieren. Hat er beispielsweise bereits in der Ukraine in einem ähnlichen Beruf gearbeitet, sollte dies hier erwähnt werden. Der Text ist dabei, falls nicht anders verlangt, in der Sprache der Stellenausschreibung zu formulieren. Ganz schön schwer für geflüchtete Person, die kaum deutsch sprechen! Umso wichtiger ist es, dass Sie bei Bedarf unterstützen und das Anschreiben gegebenenfalls Korrekturlesen.

Darüber hinaus sollte das Anschreiben übersichtlich sowie strukturiert aufgebaut sein und die Länge von einer DIN-A4-Seite nicht überschreiten. Ein Anschreiben ist wie folgt gegliedert:

1. Name und Adresse des*der Bewerber*in

2. Empfängeradresse inklusive des Namens der Ansprechperson

3. Ort und Datum (rechtsbündig)

4. Betreffzeile (Fett gedruckt)

5. Persönliche Anrede

6. Hauptteil

7. Schlussformel mit Unterschrift 

Für die erstmalige Formulierung eines Anschreibens bietet die Seite anschreiben2go.de eine hilfreiche Formatvorlage mit Textvorschlägen.

Lebenslauf

Zu einer erfolgreichen Bewerbung gehört auch ein aktueller, professioneller und auf Standards des deutschen Arbeitsmarktes ausgerichteter Lebenslauf. Der Lebenslauf hilft Unternehmen einen schnellen Überblick über eine Person zu erhalten. Zu Beginn werden persönliche Daten wie Name, Kontaktdaten und Staatsangehörigkeit angegeben. Hilfreich ist es hier auch, den Aufenthaltstitel/die Arbeitserlaubnis zu erwähnen und dem Unternehmen mitzuteilen, seit wann sich der*der Geflüchtete in Deutschland aufhält. Anschließend wird der Berufserfahrung mit Zeit- und Tätigkeitsangaben in gegenteilig chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Danach werden Bildungsabschlüsse und Fähigkeiten angegeben. Hier sollten auch Sprachkenntnisse sowie geplante Sprachkurse thematisiert werden. Abschließend ist es optional, persönliche Interessen und soziales Engagement zu erwähnen. 

Hier haben wir Ihnen eine Online-Plattform verlinkt, mit deren Hilfe unkompliziert ein Lebenslauf mit passendem Layout erstellt werden kann.

Zeugnisse und Zertifikate

Neben Anschreiben und Lebenslauf sollte der Bewerbung auch Zeugnisse und weitere relevante Dokumente beigelegt werden. Hierzu zählen etwa Sprachzertifikate oder Referenzen früherer Arbeitgeber.

Selbstpräsentation via Social Media

Ein gepflegtes Social-Media-Profil auf den Plattformen LinkedIn oder Xing kann die professionelle Selbstpräsentation zusätzlich stärken und und so die Berufschancen von Geflüchteten erhöhen. Neben einem Foto und einer kurzen Vorstellung sollte das Profil auch Bildungsabschlüsse, Zertifikate und bisherige Berufserfahrung anzeigen. Abseits des eigenen Profils bieten die Plattformen auch Möglichkeiten zur Stellensuche und Vernetzung in der Berufswelt.

Vorstellungsgespräch

Wird der*der Bewerber*in zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, ist die erste Hürde des Bewerbungsprozesses geschafft. Nun folgt meist ein persönliches Kennenlernen. Auf dieses Treffen sollte man sich gut vorbereiten und alle relevante Informationen über das Unternehmen recherchieren. Auch können Sie ihn*sie unterstützen, indem Sie gemeinsam typische Fragen eines Vorstellungsgesprächs durchgehen und mögliche Antworten besprechen. Auf folgende Fragen sollten sich Bewerbende auf jeden Fall vorbereiten:

  • Sind Sie gut angekommen?
  • Wie geht es Ihnen?
  • Erzählen Sie etwas über sich. Was haben Sie bisher gemacht?
  • Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden? Wie sieht Ihre Motivation aus?
  • Welche Voraussetzungen/Vorerfahrungen bringen Sie Ihrer Meinung nach für den Beruf mit?
  • Haben Sie sich noch bei anderen Betrieben beworben?
  • Warum wollen Sie speziell in unserem Unternehmen arbeiten?
  • Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
  • Zählen Sie 3 Stärken auf.
  • Zählen Sie 3 Schwächen auf.
  • Wieso sollten wir Sie nehmen?
  • Haben Sie noch Fragen? 

Abseits dessen sollte am Tag des Bewerbungsgesprächs auf einen passenden Kleidungsstil sowie Pünktlichkeit geachtet werden. 

 

Zu- oder Absage

Nachdem der Bewerbungsprozess durchlaufen wurde, erhält der*die Bewerber*in eine Zu- oder Absage des Unternehmens. Bleibt eine Antwort aus, ist nach etwa 2 Wochen ein dezentes Nachhaken via Telefon sinnvoll und erhöht die Erfolgschancen. Im Falle einer Absage: Lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern unterstützen Geflüchtete einfach bei ihrer nächsten Bewerbung. Bei einer Zusage erhält der*die Bewerber*in einen Arbeitsvertag. Dieser sollte erst nach sorgfältiger Lektüre unterschieben werden. Grundlegende Informationen zu Arbeitsverträgen und Arbeitsrecht haben wir auf dieser Seite zusammengestellt.

Weitere Ressourcen:

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First Steps

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Arbeitsmarkt in Deutschland

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Berufsorientierung

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